Hochzeit im Kloster Nimbschen {J.&J.}

Ich hatte bereits das Glück J. und J., ein Jahr vor ihrer Hochzeit, bei einem Babybauch-Shooting kennenzulernen. Am Tag der Hochzeit waren wir Drei daher schon ein „eingespieltes Team“. Da die Beiden außerdem ein unglaublich ausgeglichenes und entspanntes Paar sind, machte sich mein Job fast schon von selbst. Aber der Reihe nach …

Ich staunte nicht schlecht, als mich die Braut, freudig strahlend und mit der Tagespost in den Händen, vor Ihrer Haustür erwartete. In der kleinen, liebevoll eingerichteten Wohnung, wuselte die Trauzeugin im Bad, auf der Couch schaute ein kleiner, etwas verschlafen aussehender Junge Trickfilme und auf dem Balkon suchte die Stylistin etwas ratlos nach einer Ablagefläche für den Lockenstab. Jeder schien nervöser als die Braut zu sein. Mich eingeschlossen.

Als Make-up, Frisur sowie Kleid schließlich saßen, ging es ins Barockschloss Dahlen. Ich war fast schon froh, als ich einen, zumindest leicht nervös, hin und her tippelten Bräutigam sah. Die freie Trauzeremonie fand hinter dem Schloss statt und war sehr aufwendig und stimmig in Rot, Grau und Cremetönen dekoriert. Jana Hoffmann hielt eine wunderbar persönliche Rede. Es wurde viel gelacht und geweint und der kleine Sprössling des Brautpaares zog, mit seiner verschmitzten Art, alle Blicke auf sich. Ganz brav saß er nahezu die gesamte Trauung auf dem Schoss der Beiden und präsentierte beim Auszug ganz stolz seine ersten Schritte.

Nach Glückwünschen und einem kleinen Sektempfang ging es nach Grimma in die Kulturscheune des Kloster Nimbschen. Nelken, die Lieblingsblume der Braut, rustikale Holzdeko und das Farbschema Rot, Grau, Creme, spiegelten sich auch hier wieder. Spätestens jetzt war eins unverkennbar. Bei dieser Hochzeit herrschte ein Hochangebot an Kindern. Um ehrlich zu sein, war es die kinderreichste Hochzeit, die ich bisher begleiten durfte. Für einen Fotografen ist das ein kleiner Segen. Denn es gibt kaum dankbarere Motive als Kinder in Aktion. Sogar eine eigene Kinderdisco gab es für die Kleinen. Und was soll ich sagen? Die Tanzfläche war mehr als voll…

 

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